Amazon will Quantum-Computing salonfähig machen

Amazon will Quantum-Computing salonfähig machen

Aus­gewählte Kun­den dür­fen bald «Ama­zon Braket» testen. Damit ist der Zugriff auf mod­erne Quan­ten­com­put­er gemeint. Diese kön­nen die Daten­sicher­heit im Inter­net gefährden und im guten Fall helfen, bes­timmte Prob­leme schneller als bish­er zu lösen.

Was noch vor Jahren als Aprilscherz gegolten haben mag, wird nun Real­ität. Ama­zon hat am Mon­tag in einem Blog-Ein­trag angekündigt, aus­gewählten Kun­den zusam­men mit ver­schiede­nen Part­nern die Möglichkeit zu geben, Quan­te­nal­go­rith­men zu schreiben und auf realen Quan­ten­com­put­ern auszuführen. AWS, die deut­lich wach­sende Cloud-Ser­vice-Sparte des Inter­netriesen, nen­nt das neue Ange­bot «Ama­zon Braket». Der Name leit­et sich von der von Fach­leuten ver­wen­de­ten Nota­tion ab, mit der sie üblicher­weise quan­ten­mech­a­nis­che Zustände beschreiben.

 
 
 

Zentrale Anlaufstation

Das aus­gegebene Ziel ist es, Wis­senschaftern, Forsch­ern und Entwick­lern an einem zen­tralen Ort auf ein­fache und unkom­plizierte Weise Zugriff auf die Quan­ten­com­put­er von D‑Wave, IonQ und Riget­ti zu geben und ihnen die Chance zu bieten, gle­ichzeit­ig mit den Rechen­maschi­nen dieser Anbi­eter zu exper­i­men­tieren. Ama­zon eifert damit Konkur­renten wie IBM und Microsoft nach, die so etwas schon länger anbi­eten oder die vor kurz­er Zeit etwas Ähn­lich­es angekündigt hat­ten – Microsoft eben­falls auf einem Blog.

Das ist von Bedeu­tung. Denn je mehr intel­li­gente Per­so­n­en sich mit der Weit­er­en­twick­lung von Soft- und Hard­ware in diesem Bere­ich beschäfti­gen, desto gröss­er ist die Chance, dass es zu tech­nol­o­gis­chen «Quan­ten­sprün­gen» kommt – also dass sich die Tech­nolo­gie zügig ent­fal­tet. Sollte das allein nicht genü­gen, hat Ama­zon die Ein­rich­tung eines speziellen Forschungszen­trums neben dem Cal­i­for­nia Insti­tute of Tech­nol­o­gy (Cal­tech) angekündigt. Es hat das­selbe Ziel.

Grundlage der modernen Physik

Was hat es mit dem Quan­ten-Com­put­ing auf sich, und wieso ist es so wichtig? Ange­fan­gen hat die Geschichte vor über hun­dert Jahren, als Wis­senschafter wie Max Planck, Wern­er Heisen­berg oder auch Albert Ein­stein aus dem Ver­hal­ten kle­in­ster Teilchen neue physikalis­che Geset­zmäs­sigkeit­en ableit­eten. Diese the­o­retis­che Grund­lage der mod­er­nen Physik lässt sich auch zur Entwick­lung eines Quan­ten­com­put­ers ver­wen­den, der bes­timmte math­e­ma­tis­che Prob­leme viel schneller als bish­erige Rech­n­er lösen kann.

Das kann zum Beispiel für die Sicher­heit der Datenüber­mit­tlung und der Durch­führung von Transak­tio­nen im Inter­net rel­e­vant wer­den. Denn die Ver­schlüs­selung­stech­nolo­gien müssen in ihrer Kom­plex­ität mit der Steigerung der Rechen­leis­tung der Com­put­er mithal­ten, son­st lassen sich die Infor­ma­tio­nen ausle­sen. Das müsse man im Hin­terkopf behal­ten, wenn man mit­tel­fristig über Ver­schlüs­selungsmöglichkeit­en und Daten­schutz nach­denke, argu­men­tiert Jeff Barr von Ama­zon. Es dauere etwa ein Jahrzehnt, bis sich ein neues Ver­schlüs­selung­spro­tokoll all­ge­mein durch­set­ze. Fol­glich müsse man über die Post-Quan­tum-Kryp­tografie Bescheid wis­sen, und es sei abso­lut nicht zu früh, um auf die Zukun­ft zu blick­en, in der grosse Quan­ten­com­put­er ver­füg­bar seien.

Frage der Kompetitivität

So ein Rech­n­er sei ein sehr mächtiges Werkzeug, das bes­timmte Arten von Prob­le­men lösen könne, die klas­sisch schw­er oder unmöglich zu knack­en seien, ergänzt er. Dabei denkt er wahrschein­lich nicht nur an die Ver­schlüs­selung von Dat­en, son­dern auch an die Lösung kom­plex­er logis­tis­ch­er Fra­gen. Damit wird gle­ich aus min­destens zwei Grün­den klar, wieso sich Ama­zon an die Spitze der Entwick­lung in diesem Bere­ich set­zen möchte – um kom­pet­i­tiv zu bleiben.

Quelle: www.nzz.ch

Darum kapituliert der einzige Tesla-Taxifahrer von Berlin (und sattelt auf Hybrid um)

Darum kapituliert der einzige Tesla-Taxifahrer von Berlin (und sattelt auf Hybrid um)

Wenn das Elon Musk wüsste! Zum Jahre­sende wech­selt Berlins einziger Tes­la-Tax­i­fahrer ange­blich auf ein Hybrid-Fahrzeug. Gegenüber deutschen Medi­en nan­nte er zwei Gründe:

  • Pas­sagier­trans­porte mit dem Tes­la lohn­ten sich für ihn nicht mehr, weil die Strompreise bei einem grossen Betreiber von Ladesta­tio­nen erhöht wur­den.
  • Vor allem aber sei es zunehmend schwierig bis unmöglich gewor­den, eine freie Ladesta­tion zu find­en – und dies bei 3000 Anla­gen auf Berlin­er Stadt­ge­bi­et. Das Prob­lem: Es stün­den viele Elek­troau­tos an den Ladesäulen und block­ierten sie, ohne aufge­laden zu wer­den.
«Die vielen Carsharer parken die öffentlichen Ladesäulen zu.»

(Mar­tin Doll, Tax­i­fahrer)

Laut dem Berlin­er Tax­i­fahrer ver­schärfte sich die Lade­si­t­u­a­tion, nach­dem Volk­swa­gen seinen Car­shar­ing-Dienst We Share auf die Berlin­er Strassen gebracht hat­te.

Er müsse jeden Abend nach ein­er Ladesäule suchen und die Polizei rufen, wenn sie belegt sei, ohne, dass geladen werde, sagte der Tax­i­fahrer gegenüber der «Bild»-Zeitung. Nicht zu reden von Falsch­parkier­ern mit Ver­bren­ner­mo­tor …

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Dieses Foto twit­terte die Polizei Anfang Novem­ber. bild: polizei berlin

Laut Medi­en­bericht­en war Doll seit 2016 mit einem gemieteten Tes­la als Tax­i­fahrer unter­wegs. Nach­dem ein ander­er Kol­lege seinen Tes­la wieder abgegeben hat­te, sei er der einzige Berlin­er Tax­i­fahrer mit Elek­troau­to gewe­sen.

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So titelte das grösste deutsche Boule­vard-Blatt. screen­shot: bild.de

Der zweite Grund für das Aus seien die gestiege­nen Ladekosten, die auf eine Tar­ifän­derung zurück­zuführen sind. Anfangs habe er pauschal sechs Euro für eine Akku-Ladung gezahlt und sei damit 300 Kilo­me­ter weit gekom­men. Seit diesem Som­mer seien die Preise jedoch stark angestiegen, nun wür­den für den vollen Akku 33 Euro fäl­lig.

 

Hilft die Blockiergebühr?

Das Tech­por­tal Golem ging der Frage nach, wie Berlin mit Elek­tro­fahrzeu­gen umge­hen will, die zwar ein Ladek­a­bel eingesteckt haben, jedoch gar keinen Strom beziehen.

Auf diese Weise lasse sich bis­lang ohne jede Gefahr ein­er Park­busse eine Ladesäule block­ieren, weil die Kon­trolleure des ruhen­den Verkehrs macht­los sind.

Abhil­fe ver­spreche nur eine Block­ierge­bühr durch den Ladenet­z­be­treiber. Eine solche Gebühr erhebe Tes­la beispiel­sweise bei der Nutzung sein­er Schnel­l­ladesta­tio­nen. Sie beträgt 40 Cent pro Minute, bei min­destens 50 Prozent Aus­las­tung der Sta­tion, oder gar 80 Cent, wenn alle Plätze der Super­charg­er-Sta­tion belegt sind.

In der Schweiz müssen Tes­la-Besitzer mit Mehrkosten von 50 Rap­pen pro Minute rech­nen. Und wenn ein voll­ge­laden­er Tes­la an einem kom­plett belegten Super­charg­er eine Ladesäule block­iert, kostet das 1 Franken pro Minute.

«Blockierungsgebühren werden erst erhoben, nachdem der Supercharger-Ladevorgang abgeschlossen ist. Sobald der Supercharger-Ladevorgang beendet ist, sollte der Platz an der Ladesäule umgehend für den nächsten Fahrer geräumt werden.»

Dazu muss man wis­sen, dass die Tes­la-App dem Fahrer meldet, wenn der Lade­vor­gang zu Ende geht. Daraufhin wird automa­tisch eine Block­ierge­bühr erhoben für jede zusät­zliche Minute, die das Fahrzeug am Ladek­a­bel hängt. Wenn man es aber in den näch­sten fünf Minuten ent­fer­nt und den Platz frei­gibt, wer­den einem die Extrakosten erlassen.

Quelle: www.watson.ch

Falls du es nicht gemerkt hast, der Bitcoin ist gerade abgeschmiert (wegen den Chinesen)

Falls du es nicht gemerkt hast, der Bitcoin ist gerade abgeschmiert (wegen den Chinesen)

Der Bit­coin set­zt am Fre­itag seinen Sink­flug fort und ist am Mit­tag zeitweise unter 7’000 Dol­lar gefall­en. Let­zt­mals hat­te die Kryp­towährung im Mai dieses Jahres so tief notiert. Der Bit­coin hat nun innert zwei Tagen mehr als 1000 Dol­lar an Wert ver­loren.

Am frühen Nach­mit­tag notierte die Dig­i­tal­währung auf der europäis­chen Börse Bit­stamp leicht erholt bei knapp 7’100 Dol­lar, nach­dem sie zuvor bis auf 6’929 Dol­lar gefall­en war. Auch weit­ere Kryp­towährun­gen wie der Ether oder Bit­coin Cash ste­hen stark unter Druck.

Chinas Notenbank will gegen Kryptowährungshandel vorgehen

Beobachter ver­wiesen zur Begrün­dung des jüng­sten Abwärt­strends auf eine Ankündi­gung der chi­ne­sis­chen Noten­bank, gegen den Kryp­towährung­shan­del vorzuge­hen. Ende Okto­ber hat­ten pos­i­tive Äusserun­gen des chi­ne­sis­chen Präsi­den­ten zur Blockchain-Tech­nolo­gie den Bit­coin noch über 10’000 Dol­lar steigen lassen.

Sollte der Bit­coin nach­haltig unter die Marke von 7’000 Dol­lar fall­en, dürfte dies die Unsicher­heit weit­er ver­stärken, schreibt die deutsche Emden Research am Fre­itag in einem Kom­men­tar. Viele Anleger ver­sucht­en derzeit ihr Hab und Gut in Sicher­heit zu brin­gen: «Die Gefahr ein­er Abwärtsspi­rale bleibt damit präsent.»

Die volatile Kryp­towährung hat­te in den ersten Monat­en des laufend­en Jahres teil­weise noch unter 4’000 Dol­lar notiert. Im Früh­ling hat­te sie zu einem neuen Höhen­flug ange­set­zt und war in der Folge bis auf ein Jahreshoch von 13’880 Dol­lar angestiegen. Seine bish­eri­gen Höch­st­stände hat­te der Bit­coin allerd­ings Ende 2017 mit rund 20’000 Dol­lar erre­icht.

Quelle: www.watson.ch

Wenn Cyberkriminelle für ihre Angriffe Künstliche Intelligenz nutzen, dann gnade uns Gott

Wenn Cyberkriminelle für ihre Angriffe Künstliche Intelligenz nutzen, dann gnade uns Gott

Hacks, Daten­klau, Com­put­er­viren an jed­er Ecke im Netz. Trotz­dem haben wir das Schlimm­ste (vor­erst) hin­ter uns, sagt IT-Sicher­heit­sex­perte Mikko Hyp­pö­nen. Den Trend, alles möglichen Geräte ins Inter­net zu brin­gen, sieht er aber mit Sorge.

Mikko Hyp­pö­nen ist eine der bekan­ntesten Fig­uren unter den IT-Sicher­heit­sex­perten. Er ist «Chief Research Offi­cer» des finnis­chen IT-Sicher­heit­sun­ternehmens F‑Secure und lehrt an den Uni­ver­sitäten Oxford, Stan­ford und Cam­bridge. Bekan­nt wurde er unter anderem für die viel­beachtete Aus­sage: «Wann immer ein Gerät als ‹smart› beze­ich­net wird, ist es angreif­bar», die seit­dem auch als Hyp­pö­nens Gesetz beschrieben wird.

Im Inter­view betont der Finne, dass die Sicher­heit­slage im Netz heute viel bess­er sei als vor zehn Jahren. Ausser­dem lobt er Microsofts kosten­losen Viren­scan­ner «Defend­er». Sor­gen bere­it­et ihm nur der Aus­blick, dass Schad­soft­ware bald auf Machine Learn­ing zurück­greifen kön­nte – und dass bald auch die dümm­sten «smarten» Geräte online gehen kön­nten.

Herr Hyp­pö­nen, wenn die Sicher­heit­slage im Netz ein Wet­ter­bericht wäre, wie wäre Ihr Aus­blick aktuell?
Mikko Hyp­pö­nen: Das finnis­che Com­put­er Emer­gency Response Team veröf­fentlicht tat­säch­lich ein­mal im Monat eine Art Inter­net-Wet­ter­bericht. Natür­lich herrscht aktuell nicht ger­ade Son­nen­schein, aber – und das möchte ich klar sagen – es war auch schon schlim­mer.

Ach ja? Den Ein­druck hat man nicht ger­ade, wenn man all die Mel­dun­gen über Daten­lecks und grosse Hack­eran­griffe liest.
Es wird aber bess­er, nicht schlechter. Das lässt sich ganz leicht erken­nen, wenn man das heutige all­ge­meine tech­nis­che Lev­el mit dem vor 10, 15 Jahren ver­gle­icht. Die dunkel­sten Zeit­en in der Com­put­er­sicher­heit herrscht­en sicher­lich vor zehn Jahren. Damals hat­ten wir alle Win­dows XP und Win­dows XP war wirk­lich übel. Die erste Ver­sion hat­te keine Fire­wall und war gegen Angriffe aus dem Netz gän­zlich ungeschützt. Deshalb ver­bre­it­eten sich diese Wur­man­griffe damals auch unge­hin­dert und rasend schnell.

Aber was ist mit den Angrif­f­en auf unsere Dat­en im Netz?Eigentlich hat sich die Lage in den ver­gan­genen Jahren auch hier deut­lich verbessert. Das hat vor allem mit der «Cloud­i­fizierung» zu tun: Immer mehr Infor­ma­tio­nen, die etwa von Unternehmen genutzt wer­den, liegen nicht mehr auf deren eige­nen Servern, son­dern auf den Servern von grossen Cloud-Anbi­etern wie Ama­zon AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Deren Sys­teme sind eigentlich fast immer bess­er gegen Angriffe abgesichert, als es die Serv­er der jew­eili­gen Unternehmen sind. Die Schwach­stelle ist hier weniger die Tech­nik als der Men­sch.

Warum? Was hat der Men­sch mit den Servern von Ama­zon und Co. zu tun?
Weil es die Zugangs­dat­en von Men­schen sind, die in Zeit­en der Cloud Zugriff auf alles ermöglichen. Früher waren erbeutete Zugangs­dat­en für einzelne Serv­er nicht immer hil­fre­ich. Angreifer mussten sich Zugriff auf das Net­zw­erk der Zielor­gan­i­sa­tion ver­schaf­fen. In Cloud-Zeit­en erlauben die richti­gen Zugangs­dat­en Zugriff auf alles. Deshalb sehen wir trotz guter Cyber-Abwehrtech­niken all diese Datendieb­stäh­le und Daten­lecks. In fast allen Fällen hat­ten die Angreifer sich entsprechende Zugangs­dat­en durch gezielte Phish­ing ‑Attack­en besorgt.

Phish­ing ist ja eine eher analoge Attacke: Angreifer ver­suchen etwa durch gefälschte Web­sites an Zugangs­dat­en ihrer Opfer zu kom­men. Kann man gegen solche Angriffe auch eine Art Viren­scan­ner instal­lieren?Das ist schwierig. Wenn Angreifer tech­nis­che Schwach­stellen aus­nutzen, dann wis­sen wir immer­hin, wie man diese Schwach­stellen repari­ert. Aber wenn Anwen­der immer das gle­iche Pass­wort benutzen, auf Phish­ing-Angriffe here­in­fall­en, oder Mail-Anhänge öff­nen, die keines­falls geöffnet wer­den soll­ten, dann haben wir ein anderes Prob­lem. Denn, wie «repari­ert» man Men­schen?

«Wir können nicht einfach Updates ins Gehirn einspielen, wie wir das beim Computer können.»

Mikko Hyp­pö­nen

Und was ist die Lösung?
Das einzige «Update» für Gehirne ist Weit­er­bil­dung. Und in diesem Bere­ich ist Weit­er­bil­dung langsam, teuer und schlägt häu­fig fehl. Natür­lich kann man auch ver­suchen, Phish­ing-E-Mails her­auszu­fil­tern oder Mech­a­nis­men wie Zwei-Fak­tor-Authen­tifizierung einzuführen. Aber in vie­len Fällen ist die sich­er­ste Abwehr der informierte Nutzer. Unser Ansatz für Unternehmen ist ein Bil­dung­spro­gramm, in dessen Rah­men wir eine Rei­he von Tes­tat­tack­en auf die Angestell­ten aus­führen, um sie darin zu schulen, solche Angriffe zu erken­nen, wenn sie tat­säch­lich passieren.

Früher steck­te hin­ter einem Com­put­er­virus mut­masslich oft ein einzel­ner Nerd, der den Schädling in seinem Kinderz­im­mer pro­gram­miert hat­te. Wie haben sich die Angreifer gewan­delt?
Fast alle Ran­somware-Tro­jan­er-Angriffe …

… also Schad­soft­ware, die die Dat­en auf dem Ziel­rech­n­er ver­schlüs­selt und dann ein Lösegeld (engl. «Ran­som») zur Freiga­be der Dat­en erpresst …
… wer­den von pro­fes­sionellen Ban­den durchge­führt. Wir sprechen hier aber nicht von der Mafia oder so etwas. Das ist eine neue Form des organ­isierten Ver­brechens, deren Grup­pen nur online existieren und deren Mit­glieder sich niemals begeg­nen – und diese Grup­pen ver­di­enen grosse Sum­men an Geld. Das ist eine echte Her­aus­forderung, nicht nur für uns Sicher­heit­sun­ternehmen, son­dern auch für die Sicher­heits­be­hör­den. Vor allem auch, weil etwa das Dark­web es für diese Grup­pen sehr ein­fach macht, sich zu organ­isieren. Tech­nolo­gien wie die Blockchain oder Kryp­towährun­gen wie etwa Bit­coin erle­ichtern es den Ban­den ausser­dem, das schmutzige Geld zu bewe­gen. Ich will damit gar nichts gegen diese Tech­nolo­gien sagen – sie sind an sich wed­er gut noch schlecht. Aber Cyberkrim­inelle sind sehr geübt darin, sich neue Tech­nolo­gien für ihre Zwecke anzueignen.

 

Haben Sicher­heit­sun­ternehmen wie Ihres über­haupt eine Chance, gegen solche Ban­den vorzuge­hen?
Allein kön­nen Sicher­heit­sun­ternehmen das nicht leis­ten. Wir track­en Onlinekrim­inelle, wir sam­meln Beweise, wir ver­suchen, dem schmutzi­gen Geld in Bit­coins und anderen Kryp­towährun­gen so gut es geht zu fol­gen. Aber es gibt klare Gren­zen: Wenn die Angreifer wis­sen, was sie tun und keine Fehler machen, dann wer­den wir sie nicht find­en. Und selb­st wenn wir sie find­en, sind wir eben nur ein pri­vates Unternehmen, wir kön­nen nie­man­den ver­haften. Alles, was wir tun kön­nen, ist mit Europol und Inter­pol zusam­men­zuar­beit­en und auf die lokalen Sicher­heits­be­hör­den zu hof­fen.

Funk­tion­iert das?
Mal tut es das, mal nicht. Das hängt auch sehr vom jew­eili­gen Land und dem Know-how-Lev­el der jew­eili­gen Strafver­fol­gungs­be­hör­den ab. Ein Prob­lem, das die Sicher­heits­be­hör­den dabei mit uns teilen, ist der Man­gel an passenden Tal­en­ten. Wenn wir schon Prob­leme haben, Mitar­beit­er mit den richti­gen Fähigkeit­en zu find­en, wie viel schw­er­er dürfte es da für den öffentlichen Sek­tor sein.

Welche Län­der machen hier einen guten Job und welche nicht?
Einige Län­der machen ihre Arbeit sehr gut – die meis­ten europäis­chen Staat­en etwa haben hier das Know-how und die Ressourcen, um tat­säch­lich auch aktiv einzu­greifen. Eine sehr gute Nachricht ist auch, dass Rus­s­land in den ver­gan­genen Jahren deut­lich bess­er gewor­den ist. Allerd­ings gibt es zahlre­iche Län­der, die noch sehr prob­lema­tisch sind: Chi­na und Viet­nam etwa und generell schwierig ist die Lage auch in Afri­ka sowie Mit­tel- und Südameri­ka. Wir haben also noch einen weit­en Weg vor uns.

Ein­er der wichtig­sten Gründe, warum sich die Sit­u­a­tion in den einzel­nen Län­dern teils stark unter­schei­det, ist der Anteil der Alt­sys­teme, die noch im Ein­satz sind. Die Län­der, in denen wir die höch­sten Infek­tion­srat­en für Schad­soft­ware sehen, sind Län­der, in denen Win­dows XP oder andere, nicht mehr unter­stützte Betrieb­ssys­teme noch immer ver­bre­it­et sind.

«Microsoft unterscheidet sich heute stark von dem Unternehmen von früher. Man kann ihnen nur gratulieren, wie viel sie in den vergangenen Jahren verbessern konnten.»

Mikko Hyp­pö­nen

Win­dows 10 ist deut­lich sicher­er. Es bietet sog­ar einen kosten­losen Viren­scan­ner. Ärg­ern Sie sich über diese Gratis-Konkur­renz?
Nein, ich glaube nicht, dass uns so schnell die Arbeit aus­ge­ht. Solange es schlechte Men­schen auf der Welt gibt, haben Sicher­heit­sun­ternehmen wie F‑Secure auch etwas zu tun. Seit den frühen 90er-Jahren gibt es immer wieder Prog­nosen, Microsoft würde die gesamte IT-Sicher­heitsin­dus­trie irrel­e­vant machen. Bis jet­zt ist das nicht eingetrof­fen.

Ist Microsofts Antivirus­pro­gramm «Defend­er» aus Ihrer Sicht gut?
Ganz klar, er wird immer bess­er. Microsoft hat grossar­tige Leute, die dort im Sicher­heit­steam arbeit­en, wir haben grossen Respekt vor deren Leis­tung. Wirk­lich, Microsoft unter­schei­det sich heute stark von dem Unternehmen von früher. Man kann ihnen nur grat­ulieren, wie viel sie in den ver­gan­genen Jahren verbessern kon­nten.

Vor drei Jahren haben Sie einen Satz gesagt, der heute als Hyp­pö­nens Gesetz beschrieben wird: «Wann immer eine Anwen­dung als ‹smart› beschrieben wird, ist sie angreif­bar». Gilt dieses Gesetz noch?
Ja, wobei mir die «dum­men» Geräte mit­tler­weile mehr Angst machen. Denn mit­tler­weile gehen nicht nur die High-End-Geräte wie Smart-TVs und smarte Sicher­heit­skam­eras ins Netz, son­dern auch Dinge wie Toast­er oder Glüh­bir­nen, die eigentlich gar nicht online sein müssten. Her­steller brin­gen sie den­noch ans Netz, um Dat­en zu sam­meln. Und das ist ein echt­es Prob­lem für Kon­sumenten, denn es wird dazu führen, dass Ver­brauch­er Dinge kaufen und gar nicht wis­sen, dass diese Dinge online sind. Da kann man sich kaum gegen Angriffe schützen.

Quelle: www.watson.ch

Google bringt Autoplay für YouTube-App

Google bringt Autoplay für YouTube-App

Was Android- und iPhone-User über «Auto­play on Home» wis­sen (und tun) soll­ten …

Die Google-Tochter YouTube lanciert Auto­play – und zwar für die Android-App und die iOS-App (iPhone und Co.).

Das heisst, Videos starten automa­tisch, wenn sie auf dem Smart­phone- oder Tablet-Dis­play angezeigt wer­den.

Die neue Funk­tion heisst «Auto­play on Home» und soll in den näch­sten Wochen weltweit aktiviert wer­den.

 

Und die gute Nachricht?

Es gibt gle­ich drei:

  • Die Auto­play-Videos starten ohne Ton, mit Unter­titeln.
  • Man kann Auto­play in den Ein­stel­lun­gen deak­tivieren oder so ein­schränken, dass Videos nur automa­tisch abge­spielt wer­den, wenn eine WLAN-Verbindung beste­ht.
  • Das Anschauen von Videos über Auto­play (im Home-Tab) soll weniger Dat­en ver­brauchen als üblich.
TeamY­ouTube

@TeamYouTube

 

Com­ing to Android & iOS over the next few weeks… Auto­play on Home!

Pre­view a video while you scroll or watch the whole thing on mute w/ cap­tions.

To turn on/off or cus­tomize to play only on WiFi, go to Set­tings > Auto­play > Auto­play on Home.

More → https://goo.gl/pzMY78 

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