Eine App, die Frauen sich­er nach Hause brin­gen soll, startet in der Schweiz durch. Über 11’000 Mal kam sie bere­its zum Ein­satz – auch im Not­fall. In diesen Sit­u­a­tio­nen sollte sie jedoch lieber nicht benutzt wer­den, sagt die Polizei.

Seit Novem­ber ver­trauen Tausende Frauen auf die App «Way­Guard» der Axa-Ver­sicherung. Die Entwick­ler wur­den gar von den zahlre­ichen Reg­istrierun­gen über­rascht. 11’800 waren es inner­halb eines Monats, 70 Prozent davon sind Frauen. Mith­il­fe von Stan­dort-Track­ing, Chats und Notruf­knopf soll diese vor allem Frauen sich­er nach Hause brin­gen. Fühlt sich eine Userin unwohl oder bedro­ht, kann diese eine Zen­trale anrufen und sich von geschul­tem Per­son­al tele­fonisch begleit­en lassen. So gibt das Care-Team beispiel­sweise Ver­hal­tenstipps oder Hin­weise, wo sich ein Rück­zug­sort wie ein Hotel oder Restau­rant in der Nähe befind­et.

Darum geht’s:

Die Notrufzen­trale der App befind­et sich in Deutsch­land. Trotz geografis­ch­er Dis­tanz kon­tak­tiert sie bei einem Not­fall die örtliche Polizei in der Schweiz und informiert diese über den Stan­dort des Nutzers.

Bei der Polizei stösst die App grund­sät­zlich auf offene Ohren. Doch bei der Funk­tion der Notrufzen­trale sieht sie Schwierigkeit­en. «Wenn es zum Vor­fall kommt, muss es schnell gehen. Läuft der Notruf über eine Drittper­son, geht das zu lange. Ausser­dem kann es sein, dass so wichtige Infor­ma­tio­nen ver­loren gehen», sagt Polizeis­prech­er der Stadt­polizei Zürich Mar­co Corte­si. Zudem könne der Ein­sat­zleit­er anhand der Sprechart und Stimm­lage der anrufend­en Per­son die Sit­u­a­tion bess­er ein­schätzen. Spreche er nur mit Drit­ten, sei das schwieriger.

Auch die Bern­er Polizei emp­fiehlt, im Not­fall die 117 zu wählen. «Unsere Mitar­beit­er kön­nen auf­grund ihrer Schu­lung und Erfahrung den Sachver­halt gezielt erfra­gen. Ausser­dem kön­nen sie unmit­tel­bar die passenden Mass­nah­men ein­leit­en oder Ver­hal­tensan­weisun­gen geben», sagt der Bern­er Polizeis­prech­er Christoph Gnä­gi.

Würde es ein­er Per­son auf dem Heimweg mul­mig zumute sein, könne sie sich auch an die Polizei wen­den, so Gnä­gi weit­er. In Zürich sieht man es anders: «Fürchtet sich jemand, nachts alleine unter­wegs zu sein, kön­nen wir die Per­son nicht per se am Tele­fon nach Hause begleit­en», sagt Corte­si.

Zusammenarbeit mit der Polizei geplant

Die Axa-Ver­sicherung sieht in ihrer App einen klaren Vorteil: «Uns ist der genaue Stan­dort des Nutzers bekan­nt. Die Polizei ste­ht bei einem ‹nor­mal aus­gelösten› Notruf an die 117 immer vor der Her­aus­forderung, her­auszufind­en, wo genau sich die in Not ger­atene Per­son befind­et», sagt Mos­ka Miakhel vom Inno­va­tion­steam der Axa-Ver­sicherung. Die meis­ten Men­schen in Not seien ausser­dem in der Stress­si­t­u­a­tion nicht in der Lage, klar sagen zu kön­nen, in welch­er Strasse oder an welchem Ort sie sich befän­den. «Je nach Not­si­t­u­a­tion kostet es Minuten, den Stan­dort herkömm­lich her­auszufind­en. Deshalb ist die App eine beschle­u­ni­gende Zwis­chen­stelle», so Miakhel weit­er.

Während es in Köln, dem Haupt­sitz der App, eine Zusam­me­nar­beit mit der Polizei gibt, ist das in der Schweiz noch nicht der Fall. «Es laufen aber erste Gespräche», sagt Miakhel von der Axa-Ver­sicherung. In Deutsch­land sei «Way­Guard» bere­its seit 2017 ein fes­ter Bestandteil der Präven­tion­sar­beit der Polizei.

Quelle: www.watson.ch

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