Face­book-Nutzer in Aus­tralien sehen bis auf weit­eres nicht mehr die Zahl der «Gefällt mir»-Angaben für die Beiträge ander­er Nutzer. «Wir wollen nicht, dass sich Face­book wie ein Wet­tbe­werb anfühlt», teilte das Unternehmen am Fre­itag mit.

Mit dem Test reagiert der US-Konz­ern auf Vor­würfe, wonach Online-Net­zw­erke der psy­chis­chen Gesund­heit schaden. Die Face­book-Tochter Insta­gram exper­i­men­tiert bere­its in ein­er Rei­he von Län­dern mit der Abschaf­fung der Likes-Anzeige.

Durch den Klick auf den Like-But­ton bekun­det ein Nutzer der Online-Net­zw­erke, dass ihm der Kom­men­tar, das Foto oder das Video eines anderen Nutzers «gefällt». Während der Test­phase sehen Face­book-Nutzer in Aus­tralien nun nur noch die Zahl der Reak­tio­nen auf die eige­nen Beiträge.

Nach Abschluss des Tests will Face­book nach eige­nen Angaben entschei­den, ob die «Gefällt mir»-Angaben kün­ftig auch in anderen Län­dern ver­steckt wer­den sollen. Zur Laufzeit des Exper­i­ments äusserte sich das Unternehmen nicht.

Hoher sozialer Druck

Weltweit nutzt mehr als eine Mil­liarde Men­schen Face­book. Allerd­ings sieht sich der Online-Dienst wach­sender Kri­tik aus­ge­set­zt, wonach die Reak­tio­nen ander­er auf Nutzer­beiträge einen hohen sozialen Druck erzeu­gen.

Nach Angaben des aus­tralis­chen Beauf­tragten für Sicher­heit im Inter­net hat eines von fünf Kindern in Aus­tralien schon ein­mal Cyber-Mob­bing erlebt. Für lan­desweites Auf­se­hen sorgte der Suizid eines 14-jähri­gen Mäd­chens im ver­gan­genen Jahr, nach­dem es online gemobbt wor­den war.

Die Bilder­plat­tform Insta­gram testet derzeit bere­its in mehr als einem hal­ben Dutzend Län­dern das Mod­ell, dass nur noch der Inhab­er des jew­eili­gen Kon­tos die Zahl sein­er Likes sehen kann, nicht aber die anderen Nutzer. Face­book teilte mit, es gehe davon aus, dass die Testergeb­nisse bei bei­den Net­zw­erken unter­schiedlich aus­fall­en wür­den.

Die auf Cyber-Psy­cholo­gie spezial­isierte Wis­senschaft­lerin Joce­lyn Brew­er sagte der Nachricht­e­na­gen­tur AFP, sie nehme das Face­book-Exper­i­ment mit ein­er Mis­chung aus «Skep­sis und Anerken­nung» zur Ken­nt­nis. Sie warnte allerd­ings davor, dass sich durch das Ver­steck­en der «Gefällt mir»-Angaben ein neues Sta­tussym­bol in dem Online-Dienst entwick­eln könne. Es sei wahrschein­lich, dass die Nutzer sich der neuen Sit­u­a­tion anpassten und auf andere Weise dig­i­tale Anerken­nung aus­drück­en wür­den — und so wieder sozialer Wet­tbe­werb­s­druck entste­he.

Quelle: www.watson.ch

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