Face­book wird seine bis zu 2,7 Mil­lio­nen vom Daten­skan­dal um Cam­bridge Ana­lyt­i­ca betrof­fe­nen Nutzer in Europa voraus­sichtlich nicht entschädi­gen. Zur Begrün­dung erk­lärte das soziale Net­zw­erk am Mittwoch, sen­si­ble Bank­dat­en seien nicht betrof­fen gewe­sen.

Es habe sich zwar «klar um einen Ver­trauens­bruch» gehan­delt: «Den­noch ist es wichtig daran zu erin­nern, dass wed­er Kon­to­dat­en, Kred­itkarten-Infor­ma­tio­nen noch Num­mern von Ausweis­doku­menten geteilt wur­den.» Mit der Erk­lärung reagierte der kali­for­nische Konz­ern auf Fra­gen von EU-Par­la­men­tari­ern am Vortag, die Face­book-Chef Mark Zucker­berg bei ein­er Anhörung im europäis­chen Par­la­ment nicht beant­wortet hat­te. Face­book ste­ht seit Bekan­ntwer­den des Daten­skan­dals, bei dem Cam­bridge Ana­lyt­i­ca die Infor­ma­tio­nen von 87 Mil­lio­nen Mit­gliedern miss­brauchte, um im Wahlkampf den amerikanis­chen Präsi­den­ten Don­ald Trump zu unter­stützen, unter Druck. Ins­ge­samt nutzen in Europa 377 Mil­lio­nen Per­so­n­en monatlich das welt­grösste soziale Net­zw­erk. Face­book erk­lärte, die meis­ten Nutzer hät­ten der fraglichen App Zugriff auf Dat­en wie ihr öffentlich­es Pro­fil oder von ihnen bevorzugte Seit­en gegeben, ähn­lich wie dies befre­un­de­ten Nutzern ermöglicht werde. Der App-Entwick­ler habe an Cam­bridge Ana­lyt­i­ca nur Dat­en von Face­book-Nutzern in den USA und nicht von Nutzern in der EU verkauft.

Quelle: www.nzz.ch