Gemäss ein­er Studie wollen Men­schen im Netz vor allem kosten­freie Online­di­en­ste nutzen – und nehmen es dafür mit dem Daten­schutz nicht so ernst.

Laut ein­er Unter­suchung der Wirtschaft­sprü­fungs­ge­sellschaft PwC in Deutsch­land wün­schen sich Inter­net­nutzer kosten­lose, wer­be­fi­nanzierte Online-Medi­en­ange­bote. Dabei hin­ter­fra­gen über­raschen­der­weise deut­lich weniger Men­schen die Ver­wen­dung ihrer Dat­en, als man es auf­grund des gesunke­nen Ver­trauens in Gratis­in­ter­net­plat­tfor­men etwa im Zuge des Skan­dals um Face­book und die Date­n­analy­se­fir­ma Cam­bridge Ana­lyt­i­ca erwarten dürfte. Ins­beson­dere für Social-Media-Ange­bote wie Face­book, Twit­ter und Co. wollen die wenig­sten Nutzer Geld aus­geben. Jedoch: Wenn sie die Wahl hät­ten, wür­den sie lieber nicht mit ihren Dat­en bezahlen, son­dern Wer­be­treibende die Finanzierung übernehmen lassen. 74 Prozent der Befragten bevorzu­gen soziale Net­zw­erke, die sich auss­chliesslich über nicht­per­son­al­isierte Wer­bung finanzieren, keine Nutzer­dat­en verkaufen und trotz­dem kosten­frei nutzbar sind. Für die Nutzung zu bezahlen, damit keine Dat­en verkauft wer­den, find­et hinge­gen weniger Zus­pruch. Der Kosten­fak­tor spielt vor allem für jün­gere Nutzer eine Rolle – in der Alters­gruppe der 18- bis 29-Jähri­gen sind nur 39 Prozent dafür. In dieser User-Gruppe ist auch ein beson­ders lock­er­er Umgang mit den eige­nen Dat­en zu erken­nen: Nur 35 Prozent ver­suchen die Preis­gabe ihrer Dat­en auf ein Min­i­mum zu beschränken. Immer­hin sollen gemäss der Studie über 40 Prozent aller Befragten vom Cam­bridge-Ana­lyt­i­ca-Skan­dal gehört und darauf reagiert haben. Allerd­ings löscht­en nur 7 Prozent ihre Pro­file, lediglich 18 Prozent über­prüften die Daten­schutze­in­stel­lun­gen.

Quelle: www.nzz.ch