Die Land­karten von Google wer­den immer häu­figer auch als Fir­men­verze­ich­nis genutzt. Doch Mil­lio­nen von Ein­trä­gen ver­weisen auf Fir­men, die es nicht gibt.

Der Cyber­space ist eine Schein­welt. Und sog­ar die Karten, die die wirk­liche Welt abbilden, enthal­ten viele absichtlich eingestreute Falschin­for­ma­tio­nen. Auf Google Maps machen Mil­lio­nen von Fir­men für sich Wer­bung, die es gar nicht gibt.

 
 

Virtuelle Geschäfte

Google hat laut eige­nen Angaben im ver­gan­genen Jahr drei Mil­lio­nen falsche Fir­men aus Google Maps ent­fer­nt. 150 000 Benutzerkon­ten, die mit falschen Fir­me­nangaben in Verbindung ges­tanden hät­ten, seien gelöscht wor­den. Gegenüber dem Vor­jahr sei das ein Anstieg von 50 Prozent. Es ist ganz offen­sichtlich so, dass sich die falschen Fir­men im Cyber­space rasch ver­mehren.

Google hat diese Zahlen als Reak­tion auf einen Artikel des «Wall Street Jour­nal» pub­liziert. Die Jour­nal­is­ten bericht­en beispiel­sweise von ein­er Frau, die mith­il­fe von Google Maps einen nahe gele­ge­nen, ihr bekan­nten Schlüs­sel­dienst um Hil­fe bat, doch dann von ein­er ihr unbekan­nten Fir­ma bedi­ent wurde, die eine über­höhte Rech­nung stellte. In diesem Fall hat ein Anbi­eter seine Tele­fon­num­mer zusam­men mit der Adresse ein­er real existieren­den Fir­ma auf Google Maps pub­liziert.

In anderen Fällen ist die Adresse falsch: Fir­men wer­ben für Nieder­las­sun­gen, die es gar nicht gibt. Bei der Suche nach einem San­itärin­stal­la­teur in New York City fan­den die Jour­nal­is­ten unter zwanzig Fir­men, die auf Google Maps für sich war­ben, nur zwei, die am angegebe­nen Ort tat­säch­lich präsent waren. Bei der Suche nach einem Anwalt war von zwölf nur ein­er vor Ort. Laut dem «Wall Street Jour­nal» wer­den jeden Monat Hun­dert­tausende von falschen Fir­men auf Google Maps einge­tra­gen. Das sei beden­klich, denn Google Maps habe sich in jüng­ster Zeit als wichtig­stes Fir­men­verze­ich­nis etablieren kön­nen.

 

Steigende Werbekosten

Google bzw. die Mut­ter­fir­ma Alpha­bet dominiert das Geschäft mit Inter­netwer­bung. Der Mark­tan­teil wird auf 34 Prozent geschätzt. Google Maps wird als Wer­be­träger immer wichtiger. In bes­timmten Wirtschaft­szweigen haben sich die Preise für Wer­bung auf Google stark erhöht. Gemäss dem «Wall Street Jour­nal» muss beispiel­sweise ein Anwalt für Schaden­er­satzansprüche für jede Online-Kon­tak­tauf­nahme, die Google ver­mit­telt, 1000 Dol­lar bezahlen.

Das auf Google Maps basierende Fir­men­verze­ich­nis werde pro Tag mit Mil­lio­nen von neuen Infor­ma­tio­nen ergänzt, schreibt Google. Die meis­ten dieser Infor­ma­tio­nen seinen richtig und nüt­zlich. Man habe die Ver­fahren, um falsche Infor­ma­tio­nen zu ent­fer­nen, verbessert. Von den drei Mil­lio­nen Ein­trä­gen, die im ver­gan­genen Jahr gelöscht wor­den seien, seien 90 Prozent gar nie veröf­fentlicht wor­den. In 250 000 Fällen seien Fälschun­gen dank Hin­weisen von Nutzern aufgedeckt wor­den. Und: Falsche Ein­träge in Fir­men­verze­ich­nis­sen habe es auch schon vor der Grün­dung von Google gegeben.

Quelle: www.nzz.ch

Kostenlos - eBook digitale Kompetenz

digitalexpert-logo-newExklusiv bei digitalexpert.ch

Jetzt kostenlos bestellen:
Exklusiv bei digitalexpert.ch - eBook digitale Kompetenz

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ich wünsche jeweils über neue kostenlose eBooks informiert zu werden

digitalexpert-logo-newExklusiv bei digitalexpert.ch

Jetzt kostenlos bestellen:
Exklusiv bei digitalexpert.ch — eBook digital comptence (english)

 

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ich wünsche jeweils über neue kostenlose eBooks informiert zu werden