Rev­o­lut will das Online-Bank­ing rev­o­lu­tion­ieren. Doch nun haben Krim­inelle einen Schweiz­er Kun­den um 30’000 Franken erle­ichtert. Die britis­che Online-Bank unter­sucht den Vor­fall.

Im Minu­ten­takt buchen Unbekan­nte einem Schweiz­er Rev­o­lut-Nutzer jew­eils 5’000 Franken von seinem Kon­to ab. Nach weni­gen Minuten sind so 30’000 Franken ver­loren. Das Kon­to bei der Online-Finanz­di­en­stleis­terin sei gehackt wor­den, schreibt der «Tages-Anzeiger» (Artikel kostenpflichtig). Die Krim­inellen ver­schafften sich dem­nach Zugang zu seinem Rev­o­lut-Kon­to, das mit ein­er Visa-Kred­itkarte der UBS hin­ter­legt ist.

Laut Bericht luden die Unbekan­nten «die Rev­o­lut-Pre­paid-Karte mit 5’000er-Beträ­gen auf, die von der Visa-Kred­itkarte abge­bucht wur­den». In einem zweit­en Schritt wech­sel­ten sie mit dem gekaperten Kon­to die Schweiz­er Franken in Dirham um, die Währung der Vere­inigten Ara­bis­chen Emi­rate. Danach soll das Geld auf ein fremdes Kon­to geflossen sein.

Laut Zeitungs­bericht kon­nten die Krim­inellen innert Minuten 30’000 Franken erbeuten, obwohl die Lim­ite der Rev­o­lut-Karte des Opfers bei 15’000 Franken lag. Ihre Abbuchun­gen wur­den erst gestoppt, als der Kunde sein Kon­to sper­rte. Unklar sei, warum Rev­o­lut die ungewöhn­lichen Abbuchun­gen – innert weniger Minuten sechs Mal 5000 Franken – nicht selb­st stoppte. Der Schweiz­er habe zudem keine fachkundi­ge Hil­fe per Tele­fon erhal­ten, obwohl er für einen besseren Kun­den­di­enst eine etwas höhere Gebühr zahlt.

Die britis­che Online-Bank, die dank gün­stiger Kon­di­tio­nen ein starkes Wach­s­tum erlebt, wollte sich laut «Tages-Anzeiger» zum konkreten Vor­fall nicht äussern. Ob es ­weit­ere ver­gle­ich­bare Fälle gibt, bleibt somit offen. Rev­o­lut betont laut Bericht, es gebe keine Lück­en in den «robusten Sicher­heit­skon­trollen». Die Online-Bank will den Vor­fall nun unter­suchen.

Der Raubzug erin­nert an die Prob­leme der deutschen Online-Bank N26. Betrüger erbeuteten im März 80’000 Euro von einem deutschen Kun­den. Im Kun­den-Chat bekam das Opfer tage­lang keine Antwort. Das Start-up sei zu schnell gewach­sen und habe es ver­säumt, seinen Kun­denser­vice in der gle­ichen Geschwindigkeit auszubauen, monieren Kri­tik­er.

Solche Prob­leme scheinen bei Fin­tech-Start-ups, die um jeden Preis schneller als die Konkur­renz wach­sen wollen, ver­bre­it­et zu sein.

Rev­o­lut erlebt wie andere Online-Banken ein ras­antes Wach­s­tum, was auch seine Schat­ten­seit­en hat: Das Fin­tech-Start-up ist wegen Prob­le­men mit Geld­wäscherei in die Schlagzeilen ger­at­en. Das Geschäftsmod­ell sieht Wach­s­tum auf Teufel komm raus vor, Mitar­beit­er sollen unter unge­heurem Erfol­gs­druck ste­hen – mit entsprechen­den Neben­wirkun­gen.

Laut dem renom­mierten «Wired»-Magazin hat Rev­o­lut intern mas­sive Prob­leme, ehe­ma­lige Mitar­beit­er erzählten, dass das ras­ante Wach­s­tum mit hohen Per­son­alkosten ver­bun­den sei – mit unbezahlter Arbeit, unerr­e­ich­baren Zie­len und vie­len Job-Wech­seln. Das alles erin­nert an Tech-Konz­erne wie Ama­zon und Uber, die Wach­s­tum über alles stellen.

Quelle: www.watson.ch

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