Nach der Fre­quen­zauk­tion drückt der zweit­grösste Mobil­funkan­bi­eter der Schweiz aufs Gas. Schon im März sollen erste 5G-Ange­bote auf den Markt kom­men.

Während in Deutsch­land noch über die Aus­gestal­tung der 5G-Auk­tion gestrit­ten wird, erhält die Schweiz in weni­gen Wochen erste kom­merzielle 5G-Ange­bote. Sun­rise hat am Don­ner­stag­mor­gen laut «Erster!» gerufen und die Lancierung von 5G im näch­sten Monat angekündigt.

Nur partielles (Fest-)Netz . . .

Bei dem Ange­bot von Sun­rise han­delt es sich nicht um tra­di­tionelle Mobil­funk­di­en­ste, son­dern vielmehr um Fes­t­net­zange­bote über die Luft. Bere­its ver­gan­ge­nes Jahr hat das Unternehmen seine Strate­gie für die Ein­führung von 5G vorgestellt. Im Gegen­satz zum Konkur­renten Swiss­com will Sun­rise mit der neuen Mobil­funk­tech­nolo­gie zuerst in schlecht erschlosse­nen Gebi­eten das Fes­t­netz konkur­ren­zieren.

Eine weit­ere Ein­schränkung ist, dass ab Mitte März vor­erst nur 100 aus­gewählte Kun­den zum Zug kom­men. Die «Ver­such­skan­inchen» erhal­ten einen 5G-Router für zu Hause oder für das Büro. Mit diesem sollen Über­tra­gungs­geschwindigkeit­en von bis zu 1 GBit/s erre­icht wer­den.

. . . aber trotzdem ein Prestigeerfolg

100 Testkun­den klingt zwar nach wenig, aber laut Sun­rise sollen bere­its per Ende März über 150 Städte und Orte durch das neue Ange­bot erschlossen sein – die voll­ständi­ge Gemein­deliste will Sun­rise erst im März kom­mu­nizieren. Dabei möchte der Mobil­funkan­bi­eter eine Bevölkerungsab­deck­ung von 80 bis 98% erre­ichen. Auf Anfrage erk­lärt das Unternehmen, dass dafür die Hard­ware bei über 200 Anten­nen angepasst wurde – teil­weise seien die Änderun­gen auch baube­wil­li­gungspflichtig gewe­sen. Einge­set­zt wer­den für das neue 5G-Ange­bot unter anderem Funk­fre­quen­zen im Bere­ich von 3,6 GHz, die erst vor weni­gen Wochen vom Bund in ein­er Auk­tion vergeben wur­den.

Das Vorge­hen von Sun­rise ist damit dur­chaus bemerkenswert. Der Mark­t­führer Swiss­com, der bish­er in der Schweiz­er Telekom­branche die Tech­nolo­gieführerschaft für sich reklamierte, sprach jüngst nur davon, bis Ende Jahr 60 Städte punk­tuell mit 5G erschliessen zu wollen.

Es wird somit span­nend sein zu sehen, wie Swiss­com auf das Vor­preschen des Konkur­renten reagieren wird. Für den Wirtschafts­stan­dort Schweiz ist die Entwick­lung jeden­falls höchst erfreulich: Der Wet­tbe­werb funk­tion­iert, und im Gegen­satz zu vie­len europäis­chen Natio­nen lässt man sich hierzu­lande von den asi­atis­chen Pio­nieren nicht kom­plett abhän­gen.

Quelle: www.nzz.ch

 

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