Ehe­ma­lige Mitar­beit­er von Face­book und Google haben eine Plat­tform gegrün­det, um die neg­a­tiv­en Auswirkun­gen von Social Media und Smart­phones zu bekämpfen.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass vor den Gefahren der Smart­phone-Nutzung und sozialen Net­zw­erken gewarnt wird. Nun aber haben sich Tech-Insid­er selb­st zusam­mengeschlossen, um die Gesellschaft vor dem zu schützen, was sie einst geschaf­fen haben. Eine ganze Rei­he von Ex-Mitar­beit­ern von Sil­i­con-Val­ley-Riesen wie Google, Face­book oder Apple haben zusam­men das Cen­ter for Humane Tech­nol­o­gy gegrün­det. Gemein­sam wollen sie über die neg­a­tiv­en Fol­gen von Tech­nolo­gie aufk­lären und sich für stren­gere Geset­ze stark­machen.

Aufk­lärung an Schulen

Zu der Organ­i­sa­tion zählen u. a. der Ex-Google-Ethik­er Tris­tan Har­ris, Kom­mu­nika­tion­sex­perte Lynn Fox, der vor­mals bei Apple und Google tätig war, die Ex-Face­book-Man­ag­er Dave Morin und Sandy Parak­i­las sowie Justin Rosen­stein, der beispiel­sweise Face­books «Like»-Button entwick­elt hat. In Zusam­me­nar­beit mit der Non­prof­i­tor­gan­i­sa­tion «Com­mon Sense Media» zie­len die Sil­i­con-Val­ley-Insid­er darauf ab, ins­beson­dere an Schulen über die neg­a­tiv­en Fol­gen von Tech­nolo­gie aufzuk­lären, etwa Sucht­ge­fahr, Depres­sion oder Iso­la­tion durch über­mäs­si­gen Kon­sum sozialer Net­zw­erke. Der Kampf um die grösst­mögliche Aufmerk­samkeit der User habe Mech­a­nis­men erschaf­fen, die Men­schen süchtig macht­en und vor allem auch für Manip­u­la­tio­nen miss­braucht wer­den kön­nten. Sieben Mil­lio­nen Dol­lar sollen zunächst in eine Aufk­lärungskam­pagne fliessen: Mit «The Truth About Tech» wollen die Experten Eltern, Schüler und Lehrer an 55’000 Schulen bess­er informieren. Unter­stützt wird der Vorstoss von ver­schiede­nen Medi­en­part­nern, die kosten­los Sendezeit­en zur Ver­fü­gung stellen.

Stren­gere Geset­ze

Die bei­den Organ­i­sa­tio­nen arbeit­en zudem daran, die Auswirkun­gen von sozialen Net­zw­erken und der Smart­phone-Nutzung ins­beson­dere auf die Gesund­heit von Kindern und jun­gen Men­schen bess­er zu erforschen. Zunächst wollen die Koop­er­a­tionspart­ner erre­ichen, dass dies­bezüglich entsprechende Richtlin­ien geset­zlich ver­ankert wer­den. Ein Geset­zesvorschlag in Kali­fornien zielt ausser­dem darauf ab, Bots geset­zlich zu ver­bi­eten, wenn diese keine Iden­ti­fizierung ermöglichen. Immer wieder wer­den in jüng­ster Zeit Stim­men laut, die vor der Tech­nol­o­gisierung der Gesellschaft war­nen. Ins­beson­dere wird zunehmend unter­sucht, wie sich der ständi­ge Griff zum Smart­phone auf junge Men­schen auswirkt. Im Fokus ste­hen dabei grosse Smart­phone-Her­steller wie Apple genau­so wie Face­book, Insta­gram oder What­sapp und Video­plat­tfor­men wie Youtube, die etwa gedrängt wer­den, Kinder bess­er vor unangemesse­nen Inhal­ten zu schützen.

Quelle: www.nzz.ch