Die kali­for­nische Fir­ma Nest bringt unter dem Namen Hel­lo eine «Videotürklin­gel» auf den Markt. Sie lässt sich wie ein Smart­phone-Acces­soire nutzen.

Die gute, alte Türklin­gel – ihre Tage sind gezählt. Die neue Türklin­gel ist smart und sie kann auch Mes­sag­ing. Sie klin­gelt nicht mehr, son­dern sie blinkt und leuchtet, sie chat­tet und tex­tet, kurz: Sie kom­mu­niziert mit Men­schen vor der Tür, hin­ter der Tür oder irgend­wo auf der Welt. Die neue Türklin­gel ist Teil des Inter­net of Things.

Das Smart­phone als Tür­glocke

Eine solche Türklin­gel hat die kali­for­nische Fir­ma Nest Labs am Don­ner­stag für Schweiz­er Kun­den angekündigt. Die Fir­ma Nest wurde 2010 von zwei promi­nen­ten ehe­ma­li­gen Apple-Inge­nieuren gegrün­det mit dem Ziel, die Heim-Automa­tion im Geiste des iPhone neu zu erfind­en. 2014 wurde Nest von Google über­nom­men. Das erste Pro­dukt der Fir­ma war eine Heizungsregelung. Es fol­gten Rauch­melder und Sicher­heit­skam­eras. Und jet­zt gibt es auch noch eine Türklin­gel namens Hel­lo. Es han­delt sich, genauer gesagt, um eine «Videotürklin­gel». Wobei: «Klin­gel» ist eigentlich das falsche Wort. Das Beson­dere an dem Pro­dukt ist, dass es sich mit dem Smart­phone des Woh­nungs­be­sitzers verbinden kann. Der muss dann gar nicht zu Hause sein um sich mit dem Men­schen vor der Haustür zu unter­hal­ten. Er kann dann beispiel­sweise – in Abwe­sen­heit – dem Pöstler mit­teilen, das Paket vor der Tür zu deponieren. Und er wird auf Vorgänge vor der Haustür aufmerk­sam gemacht, auch wenn nie­mand klin­gelt.

«Klin­gelka­m­era» mit Gesicht­serken­nung

Die Klin­gel ver­fügt über einen hochau­flösenden optis­chen Sen­sor, der Men­schen vor der Tür dank einem Weitwinkelob­jek­tiv in ganz­er Grösse aufn­immt. Dank Infrarot kann die Kam­era sog­ar in der Nacht Bilder aufnehmen. Die Kam­era kann so kon­fig­uri­ert wer­den, dass sie laufend Video­bilder aufze­ich­net und auf einem Cloud-Serv­er im Inter­net zugänglich macht. Diese Inter­net-basierte Dien­stleis­tung ist im Abon­nement zusät­zlich zu bezahlen. Die Klin­gelka­m­era beherrscht auch die Gesicht­serken­nung. So kann sie sich an Haus­be­wohn­er oder Nach­barn gewöh­nen. Sie alarmiert dann den Benutzer nur in jenen Fällen, wo ein Unbekan­nter sich vor der Haustür herumtreibt. Die Klin­gelka­m­era beherrscht auch die Gesicht­serken­nung. So kann sie sich an Haus­be­wohn­er oder Nach­barn gewöh­nen. Sie alarmiert dann den Benutzer nur in jenen Fällen, wo ein Unbekan­nter sich vor der Haustür herumtreibt.

Lichtring als Lan­de­hil­fe für den Fin­ger

Das Pro­dukt sei mit Design­preise aus­geze­ich­net wor­den, heisst es gle­ich zu Beginn der Medi­en­mit­teilung. Das bedeutet: Die Türklin­gel ist nicht auf Anhieb als solche zu erken­nen. Sie wurde deshalb mit Leucht­dio­den aus­ges­tat­tet und kann mit einem «Lichtring» den Besuch­ern anzeigen, wo sich die Klin­gel befind­et. Nest Hel­lo kostet knapp 300 Franken. Das Pro­dukt ist bere­its heute im Inter­net bestell­bar. Ab Mitte Juni erre­icht das Pro­dukt auch den Schweiz­er Einzel­han­del, es ist dann etwa auch bei Dig­itec, Inter­dis­count oder Media Markt erhältlich. Eine Online-App hil­ft, den Instal­la­tion­saufwand abzuschätzen, unter Umstän­den ist es angezeigt, einen «Nest Pro» beizuziehen, einen Instal­la­teur.

Quelle: www.nzz.ch